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Günter Rohrbach Filmpreis 2017 geht an "Western"

Die Gewinner 2017

Neunkirchen, 3. November 2017: Der siebte Günter Rohrbach Filmpreis, den die saarländische Kreisstadt Neunkirchen alljährlich vergibt, geht an die außergewöhnliche Produktion „Western“.
Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde jetzt in einer großen Preisverleihungsgala vergeben.
Im Finale wählte die Jury „Western“ aus fünf Filmen aus. Die Finalistenfilme deckten das ganze Spektrum vom Drama bis zur Komödie ab und überzeugten allesamt durch ihre Substanz.

Valeska Grisebach, die für Buch und Regie verantwortlich zeichnet, und Produzentin Janine Jackowski nahmen den Preis für „Western“ freudig entgegen: „Es ist eine ganz besonders große Freude den Günter Rohrbach Preis für unseren Film WESTERN im Namen aller Teammitglieder entgegenzunehmen. Es war ein langwieriges und aufregendes Abenteuer, diesen Film auf die Beine zu stellen. Die Dreharbeiten am anderen Ende von Europa mit einem großen Ensemble an nicht professionellen Darstellern und in fremder Sprache waren eine Reise ins Ungewisse. Es ist ein sehr schöner Moment, dass diese Arbeit jetzt ausgezeichnet wird und macht mich, macht uns alle sehr froh. Vielen herzlichen Dank dafür!“

Als beste Darsteller wurden zwei hervorragende Schauspieler aus verschiedenen Werken mit einem Preisgeld von jeweils 3.000 Euro geehrt.
Lana Cooper, die in „Beat Beat Heart“ eine der Hauptrollen, die verspielte Romantikern Kerstin, darstellt, wurde unter anderem für ihre freie und doch verbindliche Improvisationskunst ausge-zeichnet. Bei „Beat Beat Heart“ von Luise Brinkmann handelt es sich um eine improvisierte Komödie über Liebe, Sehnsucht und Beziehungen.
"Ich finde, der Preis geht an das gesamte Team. Denn ohne die tolle Crew, hätte ich auch keinen Raum gehabt so zu spielen wie ich es liebe. Nämlich frei. Danke Günter Rohrbach Filmpreis. Und danke liebe Jury," freut sich Lana Cooper.

Der Preis für die beste männliche Hauptrolle ging an Andreas Lust.
Lust verkörpert den Anspielpartner Gerwin bei einem Film-Casting, der für die prominenten Bewerberinnen Dialogsätze einspricht. Doch die „Anspielwurst“ Gerwin wittert die Chance, als Schauspieler wieder Fuß zu fassen.

Der mit 5.000 Euro dotierte Preis des Saarländischen Rundfunks geht an den deutschen Filmstar Herbert Knaup für die Darstellung der Vaters Karl Holzer in dem Drama „Toter Winkel“ von Stephan Lacant.

Der Preis der Saarland Medien GmbH (3.500 Euro) ging in diesem Jahr an den Kameramann des Films „Western“ Bernhard Keller für seine naturalistischen fast dokumentarischen Bilder.

Mit dem Preis des Oberbürgermeisters (2.500 Euro) wurde Simon Verhoeven für das Drehbuch zu der Erfolgskomödie „Willkommen bei den Hartmanns“ ausgezeichnet.


 

Roter Teppich 2017


 

Preisverleihung 2017

Die Preisverleihung des 7. Günter Rohrbach Filmpreises findet am Freitag, 3. November, um 20 Uhr in der Neuen Gebläsehalle statt.

Eintrittskarten gibt es für 30 Euro (inkl. Umtrunk und Imbiss) ab sofort an allen bekannten Vorverkaufsstellen, über die Ticket-Hotline 0651 / 97 90 777 oder HIER

Finalistenwoche 2017

Die fünf Finalistenfilme werden in der traditionellen Finalistenwoche vom 29. Oktober bis 2. November 2017 jeweils um 17.15 Uhr, Donnerstag, den 2. November zusätzlich um 20 Uhr im Cinetower in Neunkirchen gezeigt. Tickets können unter www.cinemas-group.de oder unter 06821 / 923410 für 5,50 Euro bestellt werden. Ein Sammelticket für alle fünf Finalisten kostet 25 Euro.

Den Auftakt der Finalistenwoche macht am 29. Oktober der „Saarländische Filmemacher Abend“, bei dem die Kurzfilme „Fisch über Bord“ von Peter Matthies,  „Ballons“ von Jan-Luca Blass und der Spielfilm „Volt“ von Tarek Elail gezeigt werden (Eintritt 5,50 Euro).

Dritter Günter Rohrbach Filmpreis-Empfang in der Landesvertretung in Berlin

Berlin / Neunkirchen, 13. Februar 2017: Bereits zum dritten Mal haben die Staatskanzlei des Saarlandes und die Kreisstadt Neunkirchen im Rahmen der Berlinale zum Empfang des Günter Rohrbach Filmpreises geladen.

Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und Oberbürgermeister Jürgen Fried freuten sich, neben einer Reihe von Filmschaffenden, wie bspw. Alfred Holighaus, der Regisseure Michael Verhoeven, Aelrun Goette und Adolf Winkelmann, der Produzenten Michael Smeaton, Thomas Kufus und Martin Hofmann auch u.a. die Schauspieler Senta Berger, Burghart Klaußner, Lena Urzendowsky und August Zirner begrüßen zu dürfen. Selbstverständlich nahm auch der Namensgeber Günter Rohrbach an dem Lunch teil.

Die ca. 50 geladenen Gäste schlossen bzw. intensivierten Kontakte und führten interessante Gespräche. Eine gute Vernetzung ist in der Filmbranche von sehr hohem Wert, gerade auch für den noch jungen Günter Rohrbach Filmpreis, der sich so noch stärker bundesweit etabliert.

Anfang April startet die Ausschreibung des siebten Günter Rohrbach Filmpreises, der Anfang November in Neunkirchen verliehen wird.

Weitere Preise wurden verliehen

Als beste Darsteller wurden zwei hervorragende Schauspieler aus verschiedenen Werken mit einem Preisgeld von jeweils 3.000 Euro geehrt. Lilith Stangenberg, die die Hauptrolle in „Wild“ spielt und sich damit auch für Schauspieler außergewöhnlichen Herausforderungen stellen musste, wurde von der Jury für ihren Mut belohnt. Das Ensemble-Mitglied der Berliner Volksbühne, der man eine große Filmkarriere voraussagt, strahlte: "Es ist mir eine riesige Freude für diese Rolle, die mich schon so intensiv beglückt hat, in dieser besonderen Weise belohnt zu werden! Danke!"
Der Preis für die beste männliche Hauptrolle ging an Sebastian Koch, der den Arzt im Euthanasie-Drama „Nebel im August“ verkörpert. Das Spannungsfeld zwischen freundlichem Auftreten und perfiden Handlungen, gelingt Koch derart intensiv, dass die Jury ihn dafür mit dem Preis als bester männlicher Darsteller auszeichnet. „Ich fühle mich sehr geehrt, diesen Preis entgegen nehmen zu dürfen. Ich danke der Jury mit großer Freude dafür, dass sie mit ihrer Entscheidung meine Mitwirkung an einem Film würdigt, der mir besonders am Herzen liegt und von dem ich hoffe, dass seine Botschaft „Das Leben des ANDEREN“ zu würdigen die Zuschauer erreicht,“  so Sebastian Koch.

Erstmals verlieh der Saarländische Rundfunk einen eigenen, mit 5.000 Euro dotierten Preis. Der stellvertretende Intendant Lutz Semmelrogge ehrte die Jungschauspieler Lena Urzendowsky und Ivo Pietzcker für ihre besonderen Leistungen. Lena Urzendowsky spielt in „Das weiße Kaninchen“ eine schüchterne 13-Jährige, die über das Internet Kontakte knüpft und so in einen Strudel aus erwachenden Gefühlen und sexueller Nötigung gerät. Die junge Frau freut sich über die Anerkennung:  „Ich bin voller Freude darüber, dass dieser Film, der mir so am Herzen liegt, die Zuschauer erreicht hat und ich mit Hilfe des großartigen Regisseurs Florian Schwarz und dem Rest vom Team die Möglichkeit hatte, in diese Rolle einzutauchen. Es macht mich glücklich, dass der Film auch durch diesen Preis eine so wertvolle Anerkennung bekommt.“
Ivo Pietzcker, der in „Nebel im August“ nicht minder eindrucksvoll das Schicksal des jenischen Jungen darstellt, der von Heim zu Heim geschickt und schließlich ermordet wird, erinnerte in seiner kur-zen Dankesrede an die reale Figur, die der Handlung des Films zugrunde liegt: „Ich freue mich natürlich wahnsinnig über diese Auszeichnung. Umso mehr hoffe ich aber, dass die damit verbundene Aufmerksamkeit vor allem der Person zuteilwird, an deren Schicksal und selbstloses Handeln wir mit unseren Film erinnern wollen: Ernst Lossa, ermordet im Rahmen des sogenannten ‚Euthanasieprogramms‘ der Nazis.“

Der Preis der Saarland Medien GmbH (3.500 Euro) ging in diesem Jahr an den Film „24 Wochen“. Das Drama um die Abtreibung eines kranken und behinderten Kindes findet einen besonders einfühlsamen Ton, der nicht zuletzt auch der Hauptdarstellerin Julia Jentsch zu verdanken ist. Der Regisseurin des Films, Anne Zohra Berrached gelingt es ohne übertriebenen Pathos, den Seelenkampf einer Mutter, die im Rampenlicht steht, nachzuzeichnen. Uwe Conradt, Direktor der Landesmedienanstalt, würdigte in seiner Laudatio diese Leistung, da der Film zur Diskussion eines gesellschaftlich wichtigen Themas anregt. Da Julia Jentsch und Anne Zohra Berrached wegen langfristig geplanter Verpflichtungen nicht bei der Preisgala anwesend sein konnten, schickten sie eine Videobotschaft, in der sich die Regisseurin für die Auszeichnung des Werkes bedankte.

Mit dem Preis des Oberbürgermeisters (2.500 Euro) wurde Adolf Winkelmann für „Junges Licht“ ausgezeichnet. Winkelmann, der selbst aus dem Ruhrpott stammt und auch seinen Lebensmittelpunkt dort hat, zeigt in seinem Film das Leben in einer montanindustriellen Umgebung in den sechziger Jahren aus der Sicht eines pubertierenden Jungen. „Dieser Film hat sehr viel mit Neunkirchen zu tun. Auch hier war man stolz, Teil der Grube bzw. Teil der Hütte zu sein. ‚Junges Licht‘ hat mich, obwohl ich selbst nicht unmittelbar in einem solchen Umfeld aufgewachsen bin, besonders berührt, da er fast genauso auch hier in unserer Stadt hätte spielen können,“ erklärt der Neunkircher Oberbürgermeister Jürgen Fried.  Diese Verbundenheit verspürt auch Adolf Winkelmann: "Es rührt mich sehr, mit einem Heimatfilm aus dem Ruhrgebiet ins Saarland zu kommen und hier verstanden und geehrt zu werden. Neunkirchen und Dortmund sind eben Bergbau-Städte. Sie haben trotz aller Unterschiede eine gemeinsame Vergangenheit, in die kein Weg zurückführt, obwohl alle unsere Wege von ihr ausgehen." Die Laudatio hielt der bekannte Schauspieler Peter Lohmeyer, der in „Junges Licht“ mitwirkte.

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