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Filmpreis 2012

Aelrun Goette, Alexandra Kordes, Karl Markovics, Ina Weisse, OB Jürgen Fried, Elmar Wepper

Glamourös und mit bewegend ernsthaften Momenten: Am 9. November hat die saarländische Kreisstadt Neunkirchen im Rahmen einer feierlichen Gala die Gewinner des zweiten Günter Rohrbach Filmpreises gekürt.

Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung gewann das sozialkritische Drama „Ein Jahr nach morgen“. Der Preis wurde der Regisseurin Aelrun Goette und Produzentin Alexandra Kordes überreicht. Dies war die einstimmige Entscheidung der Jury, deren Vorsitz der renommierte Schauspieler Elmar Wepper übernommen hat.

Darstellerpreis 2012

Ina Weisse

Der Darstellerpreis ging an die beiden bekannten deutschen Schauspielerinnen Barbara Auer und Ina Weisse für ihre Rollen im Justizdrama „Das Ende einer Nacht“.

Dort trifft der Polizeikommissar Ralf Benning nach einem Notruf auf die Frau des vermögenden Software-Unternehmers Werner Lamberg, die behauptet, von ihrem Mann vergewaltigt worden zu sein. Werners Anwältin ist aber von der Unschuld ihres Mandanten überzeugt. Im Verlauf des Prozesses brechen verschiedene Fronten auf.

Sonderpreis der Saarland Film GmbH 2012

Karl Markovics

Den in diesem Jahr erstmals verliehenen Sonderpreis der Saarland Film GmbH bekam Karl Markovics für sein Regiedebüt „Atmen“.

Der Fernsehfilm handelt von dem 19-jährigen Roman Kogler, der mit 14 Jahren im Streit einen gleichaltrigen Jungen umgebracht hat. Gegen Ende seiner Haftstrafe möchte er eine frühzeitige Entlassung beantragen. Doch dazu benötigt er erst einmal eine Arbeitsstelle. Gegen den Rat seines Bewährungshelfers beginnt er, als Bestatter zu arbeiten. Als Roman, der als Baby von seiner Mutter verstoßen wurde, diese dann auch noch wieder findet, macht sie ihm ein grausames Geständnis. Dr. Gerd Bauer, Geschäftsführer der Saarland Film GmbH, begründet die fördernde Partnerschaft mit der bundesweiten Aufmerksamkeit, die der noch junge Filmpreis bereits generiert – und auch auf Neunkirchen und das Saarland zieht: „Ein junges Unternehmen unterstützt einen jungen Preis. Das sind ideale Voraussetzungen, um auf die Potentiale des ebenfalls noch jungen Filmstandorts Saarland aufmerksam zu machen.“

Sonderpreis des Oberbürgermeisters 2012

Gerhard Liebmann, Gerti Drassl

Mit dem Sonderpreis des Neunkircher Oberbürgermeisters Jürgen Fried wurde das Darstellerpaar Gerti Drassl und Gerhard Liebmann ausgezeichnet.

In dem Film „Das Wunder von Kärnten“ spielen sie die Eltern der kleinen Katharina, die nach dem Sturz in einen Teich stark unterkühlt und leblos mit dem Rettungshubschrauber in die Klinik gebracht wird. Die Lage scheint hoffnungslos zu sein. Doch der junge Kardiologe des Krankenhauses Dr. Markus Höchstmann gibt das Mädchen nicht auf und nimmt den Kampf gegen den Tod an.

Die Ausschreibung zum zweiten Günter Rohrbach Filmpreis war ein voller Erfolg: Insgesamt wurden dieses Jahr 45 Filme eingesendet, aus denen die Jury unter dem Vorsitz von Elmar Wepper vier Finalisten auswählte, von denen jeder am Ende des beeindruckenden Filmabends eine Auszeichnung mit nach Hause nehmen durfte.



TV-Moderatorin Sabrina Staubitz führte die Gäste souverän und kurzweilig durch die Preisverleihung. Zwischen den Programmpunkten sorgten die Sängerin Bo Shannon und der Musiker Jayden Morris für musikalische Abwechslung. „Die Stimmung des Abends war einfach fantastisch und bestärkt uns in unserem Engagement für den Filmstandort Saarland“, so Oberbürgermeister Jürgen Fried. „Wir freuen uns schon heute darauf, wenn wir Sie alle wieder 2013 zum dritten Günter Rohrbach Filmpreis begrüßen dürfen.“   

Über den Günter Rohrbach Filmpreis:

Der mit 10.000 Euro dotierte Preis, benannt nach dem gebürtigen Neunkircher Dr. Günter Rohrbach, wurde 2011 zum ersten Mal vergeben. Günter Rohrbach zählt zu den größten deutschen Filmproduzenten. Zu seinen bekanntesten Filmen zählen „Das Boot“, „Die unendliche Geschichte und „Schtonk“. Rohrbach wurde 1928 in Neunkirchen geboren und verbrachte seine Kindheit und Jugend in dieser Stadt. Die Kreisstadt Neunkirchen ehrt ihren berühmten Sohn mit der Auslobung des nach ihm benannten Filmpreises.


Am Wettbewerb teilnehmen konnten deutschsprachige Spielfilme mit einer Länge von mindestens 80 Minuten, die in den Themenbereich „Arbeitswelt und Gesellschaft“ gehören.