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Feierliche Preisverleihung in Neunkirchen

Glückliche Preisträger und Gaststars auf der Bühne der Neunkircher Gebläsehalle.

Bester Film und beste Kamera - „Traumland“ räumt doppelt ab
Was für ein Film-Finale: Heute wurde in der saarländischen Kreisstadt Neunkirchen zum vierten Mal der „Günter Rohrbach Filmpreis“ verliehen. Im Rahmen der festlichen Verleihungs-zeremonie wurde die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung an das Episoden-Drama „Traumland“ vergeben.

Filmpreis 2014

Regisseurin Petra Volpe

Regisseurin Petra Volpe, die eigens aus den USA angereist war, nahm die Auszeichnung für ihr Kinodebüt sichtlich bewegt entgegen.
Auch die Vertreter der beiden Produktions-gesellschaften, Lukas Hobi für Zodiac Pictures und Yildiz Özcan für Wüste Film Ost, freuten sich sehr über die Würdigung ihrer Produktion.

Preis des Oberbürgermeisters 2014

Jördis Triebel

Der Preis ging gleich an zwei hervorragende Darstellerinnen:
an Corinna Harfouch für ihre Titelrolle in „Der Fall Bruckner“ und an Jördis Triebel für die Hauptrolle in dem Film „Westen“, die ihren Preis persönlich in Empfang nahm. OB Fried würdigte beide Hauptdarstellerinnen „für das schauspielerische Ausfüllen zweier Rollen, die die Perspektiven des jeweiligen Filmes prägen und beide Werke gerade durch deren Darstellung zum Ereignis machen."

Darstellerpreis 2014

Sebastian Blomberg, Katharina Schüttler, Devid Striesow

Den Darstellerpreis in Höhe von 5.000 Euro erhielt das Trio Katharina Schüttler, Sebastian Blomberg und Devid Striesow für die herausragende Leistung in der schwarzen Komödie „Zeit der Kannibalen“ von Johannes Naber. Katharina Schüttler freute sich, den Preis „für eine so außergewöhnliche Arbeit zu bekommen, die - wie selten im Film - dem Schauspiel einen so großen Raum geben konnte“. Weiterhin betonte Schüttler, es sei „eine besondere Ehre diesen Preis mit so tollen Kollegen wie Devid Striesow und Sebastian Blomberg gemeinsam in Empfang nehmen
zu dürfen“. Sebastian Blomberg blieb in seiner Filmrolle und dankte der Jury scherzhaft ´post mortem´: „Sie können sich vorstellen, dass ich den Preis trotz schwerster innerer Kämpfe sehr gern annehme, weil er mich ein Stück zurück ins Leben holt und wenn schon nicht das, dann wenigstens unsterblich macht“, sagte der Schauspieler. Sein Kollege Devid Striesow betonte die besondere Verbindung zum Namensgeber des Filmpreises: „Da Günter Rohrbach mein erster Produzent in einem Kinofilm war, ist es eine besondere Freude. Aber sehr wunderbar ist, dass wir alle ausgezeichnet wurden.“

Preis der Saarland Film GmbH 2014

Judith Kaufmann, Dr. Gerd Bauer von der Saarland Film GmbH

Mit dem Preis der Saarland Film GmbH (3.500 Euro) sorgte Judith Kaufmann für die zweite Auszeichnung von Petra Volpes „Traumland“ und für eine Premiere: Erstmals wurde beim „Günter Rohrbach Filmpreis“ eine Kameraarbeit mit einem Preis gewürdigt. „Ich habe das Buch gelesen und da war sofort dieser Sog“, so Kaufmann über den Film. „Mein Gefühl, dass da jemand genau hinguckt, hat sich bei meinen Begegnungen mit Petra verstärkt. Ihr anteilnehmender und zugleich
analytischer Blick auf Menschen und eine Gesellschaft hat mich beeindruckt, und ich wollte unbedingt bei ‚Traumland‘ mit ihr zusammenarbeiten."

Über den Günter Rohrbach Filmpreis

OB Jürgen Fried, Barbara Auer und Dr. Günter Rohrbach

Der „Günter Rohrbach Filmpreis“ wird seit 2011 an deutschsprachige Fernseh- und Kinofilme verliehen, die das Themenfeld „Arbeitswelt und Gesellschaft“ behandeln. In diesem Jahr hatten sich insgesamt 45 Filme um die renommierte Auszeichnung beworben. Die Schauspielerin und arrivierte Filmexpertin Barbara Auer übernahm die Rolle der Juryvorsitzenden von Juliane Köhler, die das Amt im letzten Jahr bekleidete. „Jurypräsidentin sein zu dürfen ist eine ehrenvolle Aufgabe, die aber auch mit großer Verantwortung verbunden ist. In den zahlreichen guten Einsendungen herausragende Leistungen zu entdecken und zu prämieren war nicht leicht, aber hat mir und meinen Jurykollegen große Freude bereitet“, so die Trägerin des „Günter Rohrbach Filmpreises“ 2012. Oberbürgermeister Jürgen Fried, Initiator des „Günter Rohrbach Filmpreises“ und Jurymitglied freut sich über den positiven Effekt, den der Filmpreis für den Standort Neunkirchen und die Region hat: „Der ‚Günter Rohrbach Filmpreis‘ ist inzwischen zu einer kulturellen Institution geworden – nicht nur bei uns im Saarland“, so Fried. „Auch im vierten Jahr erleben wir eine unglaublich positive Resonanz: Filmfans, Cineasten und Kulturinteressierte kommen nach Neunkirchen und genießen die Kunst auf der großen Leinwand.“

Der „Günter Rohrbach Filmpreis 2014“ wurde unterstützt von der Sparkasse Neunkirchen, der LBS, Dr. Theiss Naturwaren GmbH, Maurer Feinwerkmechanik, der Saarland Film GmbH sowie der Scherer Gruppe.