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Die Jury 2018

Die Jury um den Vorsitzenden Herbert Knaup besteht mit ihm zusammen aus sechs Mitgliedern. Diese wählen aus den von der Vorjury nominierten Filmen den Gewinner des Günter Rohrbach Filmpreises aus.

Herbert Knaup

Herbert Knaup, in Sonthofen geboren, arbeitete nach seiner Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule zunächst an verschiedenen renommierten Theatern. Mit "Wallers letzter Gang" gab er 1988 sein Spielfilmdebüt. Fünf Jahre später erhielt er für seine herausragende Leistung in Dominik Grafs Kinothriller "Die Sieger" den „Bayerischen Filmpreis“. Seither ist er regelmäßig im Fernsehen und auf der Leinwand zu sehen und arbeitete u. a. mit den Regisseuren Josef Vilsmaier ("Schlafes Bruder"), Rainer Kaufmann ("Unschuldsengel") und Sherry Hormann ("Irren ist männlich"). Für die Vaterrolle in Tom Tykwers "Lola rennt" wurde Knaup 1999 mit dem „Deutschen Filmpreis“ als bester Nebendarsteller ausgezeichnet. Im Kino war Herbert Knaup 2004 als glückloser Polit-Karrierist in Oskar Roehlers „Agnes und seine Brüder“ und als treusorgender Vater in „Bergkristall“ von Josef Vilsmair zu sehen. 2005 sah man ihn in dem Oscar-gekrönten Film „Das Leben der Anderen“. Er spielte in dem Kinofilm von Josef Vilsmaier „Der Brandner Kaspar“ und dem TV-Event-Movie „Mogadishu“ über die Flugzeugentführung im „Deutschen Herbst“, den kauzigen Kommissar Kluftinger in der TV-Produktion unter der Regie von Rainer Kaufmann, in der Groteske „Der Bär ist los! Die Geschichte von Bruno“ unter der Regie von Xaver Schwarzenberger oder in den Kino-Produktionen „In Darkness“ (Regie:Agnieszka Holland) und „Arschkalt“ (Regie: André Erkau) u.v.m. Heute ist Herbert Knaup, der immerfort qualitativ hochwertige Arbeiten abliefert, von den deutschen Fernsehbildschirmen und Kinoleinwänden nicht mehr weg zu denken. Im Februar 2005 wurde er als bester deutscher Schauspieler mit der „Goldenen Kamera“ ausgezeichnet und 2008 mit dem Hessischen Fernsehpreis. 2017 spielte er die Hauptrolle in Stephan Lacants TV Film "Toter Winkel", der in diesem Jahr für den Internationalen Emmy nominiert worden ist. Und schließlich verlieh ihm der Freistaat Bayern im Jahr 2014 den Bayerischen Verdienstorden. 2017 wurde Herbert Knaup mit dem Preis des Saarländischen Rundfunks beim Günter Rohrbach Filmpreis ausgezeichnet. In diesem Jahr ist er nun Vorsitzender der Jury.

Uli Aselmann

Der gebürtige Hamburger Uli Aselmann gründete 1997 die film gmbh in München, sowie in den folgenden Jahren die Tochterfirmen a.pictures film & tv.production in Hamburg, cut.it film- und postproduktion in Stuttgart und BER film & tv produktion in Berlin. Aselmann ist geschäftsführender Gesellschafter und Produzent dieser Firmen. Die Unternehmen haben weit über 100 TV- und Kinoproduktionen realisiert, von denen viele für internationale und nationale Preise nominiert und in verschiedenen Kategorien ausgezeichnet wurden. Zu den wichtigsten Kinoproduktionen von Uli Aselmann gehören DER KALTE FINGER (1995), DIE MUSTERKNABEN (1997), VAYA CON DIOS (2002), GRENZVERKEHR (2005), WINTERREISE (2006), DIE PERLMUTTERFARBE (2009) und DAS BLAUE VOM HIMMEL (2011), für den Aselmann mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet wurde. Die erfolgreiche Kinoproduktion DREIVIERTELMOND wurde 2012 für den Deutschen Filmpreis nominiert und der Fernsehfilm „Tödlicher Rausch“ auf dem Filmfest Hamburg 2011 mit dem Produzentenpreis ausgezeichnet. Im Oktober 2014 war die starbesetzte Komödie MÄNNERHORT mit Elyas M’Barek, Christoph Maria Herbst und Detlev Buck der erfolgreichste Kinofilm in den Deutschen Kinos, mit am Ende über 1,5 Mio Zuschauern. Die Koproduktion ABOUT A GIRL mit Jasna Fritzi Bauer und Heike Makatsch in den Hauptrollen und das komödiantische Roadmovie KLEINE ZIEGE, STURER BOCK mit Wotan Wilke Möhring unterhielten die deutschen Kinozuschauer im Herbst 2015. Die Kinoproduktion JUGEND OHNE GOTT mit Jannis Niewöhner, Fahri Yardim, Emilia Schüle, Anna Maria Mühe und Jannik Schümann u.v.m. kommt im März 2017 in die Kinos.

Uli Aselmann ist seit Mai 2008 Kinosektionsvorstand und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Produzentenallianz und seit Februar 2009 Präsidiumsmitglied der Filmförderungsanstalt (FFA) und Mitglied der Deutschen Filmakademie.

Andrea Etspüler

Die Leiterin der Programmgruppe „Unter­haltung und Fernsehspiel“ des Saarländi­schen Rundfunks wurde in Freiburg im Breisgau geboren. Nach dem Studium der Germanistik, Politische Wissenschaften und Kommunikationswissenschaften in Stuttgart hat sie 1987 beim Süddeutschen Rundfunk als freie Mitarbeiterin in der journalistischen Unterhaltung Fernsehen ihren beruflichen Einstieg gefunden. Beim Saarländischen Rundfunk hat sie 1993 als Unterhaltungsre­dakteurin in Saarbrücken begonnen, wo sie 2005 dann die Leitung der Programm­gruppe „Unterhalten und Fernsehspiel“ übernommen hat.

Ulrich Höcherl

Ulrich Höcherl (geb. 1957) ist Herausgeber und Chefredakteur des wöchentlich erscheinenden Branchenmagazins „Blickpunkt:Film“ und seiner weiteren Publikationen, sowie des Onlineportals blickpunktfilm.de. Er ist zusätzlich Managing Director der Blickpunkt:Film GmbH, die zur Busch Group gehört. Seit über 25 Jahren verantwortet der Volljurist als Chefredakteur Fachpublikationen im Entertainmentbereich, einige davon hat er konzipiert und in den Markt eingeführt. Zuerst als leitender Chefredakteur des Entertainment Media Verlages, ab 2007 von G+J Entertainment Media, sowie ab Mitte 2014 der Busch Entertainment Media GmbH in München leitete er Fach- und Publikumszeitschriften sowie ihre Onlineportale im Kino-/Film-, Video-, Musik- und Gamesbereich.

Thomas Reinhardt

Der Redakteur, Buchautor und Fotograf hat sich seit nunmehr 25 Jahren dem Kino verschrieben. Als Kinoredakteur bei der Saarbrücker Zeitung ist er wie geschaffen für die Jury des „Günter Rohrbach Filmpreises“. Mehrere Jahre saß er im Auswahlausschuss für den Saarbrücker Max-Ophüls-Preis.
Als Autor hat er unter anderem Bücher wie „20 Jahre Max Ophüls Preis“ und „Das Saarland kocht“ veröffentlicht. In Neunkirchen und Umgebung gab es schon einige Ausstellungen seiner Fotografien.

Jürgen Fried

Der heutige Oberbürgermeister der Kreisstadt Neunkirchen ist 1953 hier geboren und machte sein Abitur am Gymnasium am Krebsberg. Nach dem Wehrdienst folgte das Jura-Studium in Saarbrücken. Als angestellter Rechtsanwalt und späterer Sozius wirkte er in der Kanzlei Thommes & Böhmert bis er 2000 zum Bürgermeister der Kreisstadt Neunkirchen berufen wurde. Dieses Amt hatte er bis zu seiner Wahl zum Oberbürgermeister 2009 inne. Aber auch im Filmbereich hat Jürgen Fried seine Erfahrung. In den 90er Jahren war er gemeinsam mit dem Neunkircher Filmschaffenden Günther Ruschel Gründer und Mitinhaber der Filmproduktionsgesellschaft „Ruschel und Fried". In dieser Phase entstand unter anderem der Kurzfilm „Totenglocken im Walzertakt“ (Max Ophüls Festival).